Wir verwenden schon lange keine chemischen Pflanzenschutzmittel oder Pestizide bei unseren Arbeiten. Kostenlose biologische Schädlingsbekämpfer sind Nützlinge, die in den Gärten ein naturnahes Gleichgewicht schaffen.

Schädlingsanfällige Pflanzen finden bei uns auch keine Verwendung mehr, sondern robuste Schönheiten, die abwechselnd blühen und damit fast das ganze Jahr Nahrung für Insekten bieten. Speziell Bienen finden oft in manchen Monaten kaum Futter, weil meistens im Mai oder Juni alles auf einmal blüht und danach wenige Blütenpflanzen in den Gärten zu finden sind.

Auch Thujenhecken oder ein Überangebot an Nadelgehölzen verhindern ein biologisches Gleichgewicht. Starke Verbündete bei der Schädlingsbekämpfung sind bekannterweise Vögel, Igel, Marienkäfer aber auch Florfliegen, Schlupfwespen, Gallmücken, Raubmilben etc.

Mit Nützlingsquartieren schafft man ein wichtiges insektenfreundliches Umfeld für den Garten. Verschiedenste Insektennisthilfen kann man kaufen. Viele sind in liebevoller Handarbeit gemacht und schön anzusehen. Gleichzeitig fördert man die Bestäubung der Obstbäume. Die Larve der Florfliege lebt von Blattläusen, das erwachsene Insekt vom Blütennektar.

Diese Nützlingshotels bieten auf kleinstem Raum ein perfektes Winter-, Brut- und Schlafquartier für viele Insekten wie Bienen, Marienkäfer, Hummeln und anderen kleinen Hotelgästen.

Der Standort sollte sonnig aber witterungsgeschützt sein. Verpflegung mit Vollpension schafft man durch die Nähe von blütenreichen Sträuchern, Bäumen und Kräutern sowie auch Wasserflächen.

Viele Nützlinge werden auch gezüchtet und verschickt. Schlupfwespen vernichten z.B. in wenigen Tagen bis zu 500 Blattläuse, Florfliegen bis zu 700 Blattläuse.

Mit diesen kleinen Helfern im Garten kann man für die Umwelt etwas Gutes tun und hat Freude am Beobachten und Entdecken der Kostbarkeiten, die uns die Natur bietet.

Fotowettbewerb: Wildbienenhotel 047
wissenschaftsjahr / Foter.com / CC BY